Weg der Befreiung

Weg der Befreiung

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Dieser Weg zeigt alle Gedächtnisorte in Erinnerung an die Kämpfe zur Befreiung von Saint-Lô.

Den Prospekt erhalten Sie beim Fremdenverkehrsbüro von Saint-Lô AGGLO.

 

1 - Mémorial de la Madeleine

Als Überrest eines alten Leprakrankenhauses aus dem 14. Jahrhundert wurde die Chapelle de la Madeleine, seit 1974 denkmalgeschützt, im Jahr 1988 von der Stadt Saint-Lô erworben. Die unverzüglich unternommenen Restaurierungsarbeiten wurde im Jahr 1994 abgeschlossen. Bei den Vorbereitungen zum 50. Jahrestag der Landung der Alliierten hatte die Stadtverwaltung die Idee, daraus eine Gedenkstätte zu Ehren der Soldaten der 29. und 35. Division, die für die Befreiung der Stadt gekämpft hatten, zu machen. Sie finden Fotos zu den Kämpfen und der Befreiung der Stadt, Gedenktafeln, Bilder und Fahnen von amerikanischen Veteranen und Persönlichkeiten sowie deren persönliche Gegenstände. Sie wurde im Mai 1995 in Anwesenheit einer Gruppe von Veteranen der 29. Division eingeweiht und ist jedes Jahr vom 1. Juli-Wochenende bis zu den Patrimoine-Tagen Mitte September geöffnet.

Avenue de Paris, gegenüber der Nr. 1028, Straße „rue de la Grange“.


2 - Rue du Général Gerhardt

Am 18. Juli 1944 am späten Nachmittag, nach 43 Tagen unaufhörlicher Kämpfe seit ihrer Landung am Strand von Omaha Beach am 6. Juni 1944 im Morgengrauen, kommt die 29. Division unter General Charles Hunter GERHARDT nach Saint-Lô auf der Straße von Isigny. Eine Platte in der Friedhofsmauer erinnert an dieses Ereignis; sie wurde am 4. Juni 1994 im Rahmen der Feierlichkeiten zum 50. Jahrestag der Landung der Alliierten eingeweiht. Dieser Abschnitt der Straße von Isigny heißt seitdem rue Général GERHARDT.


3 - Mausoleum Blanchet

In diesem Mausoleum brachte Major Glover S. JOHNS Jr, Kommandant des 1. Bataillons des 115. Regiments 29. US-Division seine Kommandostelle unter, nachdem ihn starker Beschuss der deutschen Artillerie gezwungen hatte, den „Carrefour de la Bascule“ aufzugeben. Heute heißt er Major Howie-Kreisverkehr, seit seiner Ankunft in Saint-Lô am 18. Juli 1944 an der Spitze der ersten Teile der Division.

Das Mausoleum Blanchet befindet sich im Friedhof, rue Général GERHARDT, am Eingang rechts.


4 - Carré der zivilen Opfer

Im Friedhof von Saint-Lô sind die zivilen Opfer, die man unter den Ruinen der Bombardierungen des 6. Juni 1944 gefunden hatte, zusammengelegt.

Gehen Sie in die Hauptallee, nach dem Carré central des Militaires links abbiegen.


5 - Rond-point Major Howie

Vor dem Krieg unterrichtete Major Howie an der Militär-Akademie Staunton in den Vereinigten Staaten (Virginia). 1947 beschloss die Akademie, ihn besonders zu ehren und stellte eine Bronzebüste vor einem ihrer Gebäude auf. Einige Monate später schenkte die Akademie der Stadt Saint-Lô eine gleiche Büste. Sie wurde am 18. Juli 1948 eingeweiht und stand zuerst vor der Kirche Sainte-Croix, im Juni 1969 kam sie auf die Kreuzung, die seitdem seinen Namen trägt. Das dazu errichtete Monument wurde bei den Feiern des 25. Jahrestages der Landung der Alliierten in Gegenwart der Ehefrau und der Tochter von Major Howie eingeweiht. Das Monument ist ein Werk des Künstlers aus Saint-Lô Robert Mauduit dit Witt.


6 - Kirche Sainte-Croix

Am 16. Juli 1944 abends erhält Major Thomas Dry Howie, der Kommandant des 3. Bataillons des 116. Infanterie-Regiments (29. Division) den Auftrag von Général Gerhardt zum Angriff auf Saint-Lô. Während er sich am 17. Juli morgens dazu vorbereitet, wird er unweit der Madeleine von einem Mörsersplitter getötet. Deshalb wollte Général Gerhardt, dass der Leichnam des Major die ersten Elemente der 29. Division beim Einzug in Saint-Lô begleitet. Mit einer amerikanischen Flagge bedeckt legte man ihn auf den Ruinen des Kirchturms der Kirche Sainte-Croix ab. Eine Tafel an der Mauer der Kirche erinnert daran.


7 - Gefängnistor

Das im Jahr 1824 errichtete Gefängnis von Saint-Lô wurde in der Nacht vom 6. auf 7. Juni 1944 zerstört. Die Deutschen hatten dort etwa 150 Personen eingesperrt, darunter eine große Anzahl Widerstandskämpfer. Als Symbol beschloss der Stadtrat von Saint-Lô, das Eingangstor zu erhalten. Eine Urne mit der Asche von Deportierten steht am Fuß des Tores. Als Gedenkstätte zu Ehren der Opfer der Nazi-Unterdrückung wurde sie zum Resistance-Monument des Departements.

Das Tor des Gefängnisses liegt an der Place Général de Gaulle gegenüber dem Rathaus.​


8 - Kirche Notre-Dame

Als die ersten Soldaten der 29. Division am 18. Juli in Saint-Lô ankommen, sieht die Kirche sehr beschädigt aus, die Gewölbe des Hauptschiffs und der Seitenschiffe eingestürzt, die Fenster der Apsis und der Seitenfassaden ausgerissen... aber die beiden Türme sind unversehrt!

Die deutsche Artillerie zerstört den Nordturm am Abend des 18. Juli, den Südturm am folgenden 19. Juli. Sollte man sie wieder aufbauen? Yves-Marie Froidevaux, Architekt der Denkmalpflege des Departements Manche erklärt sein Vorgehen: „Die Westfassade der Kirche Notre-Dame zeigt den kommenden Generationen die Stigmen des Dramas von 1944… Die verletzte Kathedrale… ein Schrei, ein Gebet für den Frieden“.

In der Kirche Notre-Dame in der rue Carnot kann man eine Granate im Winkel eines Strebepfeilers sehen.


9 - Rond-point du 6 juin (Kreisel 6. Juni)

An der Felsenwand unter dem Tour des Beaux-Regards wurde bei den Feiern zum 25. Jahrestag der Landung der Alliierten das Denkmal für die zivilen Opfer vom 6. Juni 1944 eingeweiht. In seinem Buch „Quand St-Lô voulait revivre “ schreibt A. Lefrançois „man beziffert die Gesamtzahl der Opfer auf 397 einschließlich der Vermissten, also 354 und 43 im Gefängnis gefundene“. Manche sprechen von 800.


10 - Souterrain

Im März 1943 beschließen die Deutschen, unter dem Felsen ein Souterrain für ein Militärkrankenhaus auszuheben. Unter 5 deutschen Zivilpersonen arbeiten etwa fünfzehn französische und ausländische Arbeiter auf dieser Baustelle bis zum Juni 1944. Am Nachmittag des 6. Juni 1944 genehmigt ein deutscher Offizier, dass die Patienten des Krankenhauses gegenüber dem Felsen dorthin verlegt werden können. In der Nacht kamen diejenigen dazu, die aus der brennenden Stadt flüchteten. Etwa 700 Personen wurden aufgenommen und versorgt. Einige starben dort. Heute ist der Boden höher gelegt und die Eingangstüre zum Tunnel zum Teil verborgen, aber eine Tafel daneben auf dem Felsen erinnert an die Ereignisse.

Das Souterrain liegt in der Nähe des Kreisels des 6. Juni.


11 - Grundstein des Wiederaufbaus

An der Ecke des Geschäfts an der Kreuzung der Straßen Saint-Thomas und Valvidemesle wurde der Grundstein für den Wiederaufbau vom Präsidenten Vincent Auriol am 6. Juni 1948 gelegt.


12 - Gedächtnis-Krankenhaus Frankreich / USA

Das mit finanzieller Beteiligung der Amerikaner gebaute Gedächtnis-Krankenhaus Frankreich / USA wird am 10. Mai 1956 eingeweiht. Seine funktionale, ästhetische Architektur ist immer noch zeitgenössisch. Ein monumentales Mosaik von Fernand Léger würdigt den Frieden und die amerikanisch-französische Freundschaft. 2 Hände, vermischt mit den kräftigen Farben der französischen und amerikanischen Flagge, richten sich hoffnungsvoll auf dieses Cotentin, das durch einen blühenden Apfelzweig symbolisiert wird.

Das Krankenhaus liegt in der rue Dunant, Richtung Route de Villedieu.


13 - Irisches Krankenhaus

Bis Juni 1944 lag das Krankenhaus von Saint-Lô am Ufer der Vire, nahe des Beaux-Regards-Felsens. Nach seiner Zerstörung werden die Bewohner der Stadt und der Umgebung unter sehr schwierigen Bedingungen versorgt. Anfang 1945 bietet das irische Rote Kreuz dem französischen Roten Kreuz an, ein Krankenhaus mit 25 Holzbaracken einzurichten und Personal und Geräte bereitzustellen. Das irische Krankenhaus nimmt an Weihnachten 1945 seine Arbeit auf. Unter der Leitung von Colonel Mac Kinney arbeiten 12 Ärzte und Chirurgen, 23 Krankenschwestern und 7 Verwaltungsangestellte, darunter berühmte Schriftsteller Samuel Beckett. Am 31. Dezember 1946 wird das Krankenhaus dem französischen Roten Kreuz übergeben, bis das Gedächtnis-Krankenhaus Frankreich / USA errichtet ist.

Ein Monument liegt in der „rue Maréchal de Lattre de Tassigny“, am Eingang der Schule „Collège Pasteur“, als Dank von Saint-Lô an das irische Rote Kreuz.


14 - Dorf Le Hutrel

Ein Ort voller Erinnerungen. Einer der wenigen erhalten gebliebenen, der die Erinnerung an den Exodus der Bewohner von Saint-Lô bei den Bombenangriffen im Juni 1944 wach hält. Tausende haben Stunden oder Tage dort verbracht und erinnern sich noch an die Solidarität und den Trost der Einwohner von Le Hutrel. Jährlich am Himmelfahrtstag wird an der Statue der Jungfrau Maria eine Messe als Erinnerung an die düsteren Tage gehalten.

Nehmen Sie die „route de Tessy“, letzte Straße rechts vor der Brücke der Umfahrungsstraße.


15 - Mauer der Erschossenen

Verlassen Sie Saint-Lô auf der Straße Tessy-sur-Vire. In der Kurve nach den letzten Häusern fahren Sie zum Schild, das nach links zeigt, „Mur des Fusillés“. Lassen Sie Ihr Fahrzeug am rechten Straßenrand.

Gehen Sie nach links den Weg zu einem Schießstand, bei dem eine Stele errichtet wurde zur Erinnerung an die vielen Widerstandskämpfer, die während der Besatzung frühmorgens hier erschossen wurden.

 Entdecken Sie auch die Ferme de Boisjugan, heute das Ethnologische Bocage-Museum der Normandie, wohin viele Einwohner von Saint-Lô bei ihrem Exodus geflüchtet waren (Erklärungstafeln am Eingang).

 

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